Da ganz offensichtlich nicht nur ein großes öffentliches Interesse an der Zahl der Hasenzähne besteht, sondern auch viele Menschen wissen möchten, wieviele Zähne ein Kaninchen hat, möchte ich das an dieser Stelle auch noch kurz auflösen.
Ein Kaninchen hat 28 Zähne. Wie ein Hase. Wie alle Hasenartigen!
Da immer Menschen mit dieser Frage auf unseren Blog kommen, habe ich ihnen zuliebe ein paar Recherchen gemacht: Wieviele Zähne haben Hasen denn nun? Die Antwort ist kurz und schmerzlos: soviele, wie ein Mensch hat ohne Weisheitszähne. Der Hase hat also 28 Zähne.
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Einmal möchte ich mein Versprechen halten. Das mache ich sonst nie, aber wenn man wüsste, dass ich es grundsätzlich nie mache, wäre es ja langweilig (niemand würde mehr darauf warten), also werde ich es dieses Mal halten und etwas über Hasen erzählen. Zunächst wollte ich herausfinden, was allgemein über Hasen bekannt ist. Dazu habe ich Charlotte befragt:
[00:47:13] Anne: erzähl mir mal was über hasen
[00:47:47] Charlotte: sie haben längere ohren als kanickel
[00:47:51] Charlotte: sie sind größer als man denkt
[00:47:58] Charlotte: es gibt nicht mehr viele in den wäldern
[00:48:07] Charlotte: es gibt ein berühmtes bild mit nem hasen
[00:48:29] Anne: noch mehr?
[00:48:45] Charlotte: man kennt die hasenschule
[00:48:51] Charlotte: und überhaupt osterhasen
[00:48:58] Charlotte: sie schmecken
[00:49:18] Anne: weiter!
[00:49:41] Charlotte: man nennt sie meister lampe
[00:49:50] Charlotte: es kann auch ein kosename sein
[00:50:10] Charlotte: sie hüpfen
[00:50:21] Charlotte: es gibt ein lied mit hasen auf einer grünen wiese
[00:50:38] Charlotte: der hase verliert gegen die schildkröte
[00:51:40] Anne: sonst nichts mehr?
[00:52:34] Charlotte: es gibt stups, den kleinen osterhasen
[00:52:40] Charlotte: und felix den hasen, der immer auf reisen geht
[00:52:43] Anne: stubs
[00:53:32] Charlotte: (ich dachte immer, er heit fips, aber das ist falsch)
[00:53:41] Anne: fibs
[00:53:51] Charlotte: fibs
[00:53:52] Charlotte: ja
[00:53:57] Charlotte: aber so heißen ja affen
[00:54:09] Anne: weißt du noch was über richtige hasen? so lebendige?
[00:54:30] Charlotte: hm, ich wollt grad noch was zur hasenscharte schreiben
[00:54:37] Charlotte: na ja… hasen haben halt löffel
[00:55:00] Anne: und weiter?
[00:55:22] Anne: (wer hat eigentlich nochmal lichter?)
[00:55:39] Charlotte: rehe? weiß nicht genau
[00:55:52] Anne: du bist mir auch keine wahre jägerstochter
[00:56:36] Charlotte: sie laufen bis zu 70 kmh
[00:56:47] Anne: das hast du jetzt nachgeguckt!
[00:56:57] Charlotte: [Löwenzahns Hasen- und Kanninchenquiz]
[00:57:03] Charlotte: ein hasenquiz
[00:57:12] Anne: Lichter: Augen des Hirsch-, Reh- und Gamswildes
[00:57:18] Anne: geil! echt ein quiz?
[00:57:25] Charlotte: aha! ich bin eine geile jägerstochter
[00:57:45] Anne: jaja, weißt du auch, was ein mönch ist?
[00:58:12] Charlotte: abgeshen vom richtigen mönch? nein
[00:58:26] Anne: mann ey. ein geweihloser hirsch natürlich!
[00:58:33] Charlotte: scheiße
[00:58:35] Charlotte: ich deb
[00:58:38] Charlotte: das wusste ich
[00:58:49] Anne: ach komm
[00:58:59] Charlotte: ich habe es schon mal gehört
[00:59:31] Anne: ey, ich bin so geil beim hasenqiuz
[01:00:34] Anne: und bei welchem dier nennt man den schwanz standarte?
[01:00:48] Charlotte: äh dachs
[01:00:57] Anne: quatsch
[01:01:33] Charlotte: wildschwein
[01:01:38] Anne: nein
[01:02:01] Anne: wie albern wäre es bitte, wildschweinschwänze standarten zu nennen?
[01:02:35] Charlotte: dann sag
[01:02:43] Anne: fuchs und eich
[01:03:51] Anne: wieviele zähne hat das eich?
[01:04:00] Charlotte: 32
[01:04:10] Anne: ja?
[01:04:14] Charlotte: oder 24
[01:04:19] Charlotte: mehr als 4 zumindest
[01:04:23] Anne: du tipptest ja mal auf vier
[01:05:00] Charlotte: entschuldigung
[01:05:01] Charlotte: das waren si
[01:05:10] Charlotte: ich sagte „da kann das eich nur drüber lachen“
[01:05:34] Anne: pff, aber wieviel hat es denn jetzt?
[01:05:52] Charlotte: alter!!!!!!!!!!!!
[01:06:00] Charlotte: eiche können ihre zähne spreizen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
[01:06:11] Anne: wie bitte?
[01:06:32] Charlotte: Eine Besonderheit ist der geteilte Unterkiefer, der es den Hörnchen ermöglicht, beide unteren Nagezähne 2-3mm zu spreizen.
[01:06:46] Anne: meine scheiße. aber ihre zähne wachsen auch 15cm im jahr – ich denke, das ist mehr als sie groß sind
[01:06:57] Charlotte: ich denke auch
[01:07:52] Anne: aber wieviele denn jetzt?
[01:07:55] Charlotte: keine ahnung
[01:07:59] Charlotte: steht nirgends
[01:08:06] Anne: wieviel hat ein mensch?
[01:08:23] Charlotte: 28
[01:08:24] Anne: zwerge haben 20
[01:08:28] Charlotte: und dann noch weisheit
[01:08:30] Anne: nur 28???
[01:08:37] Charlotte: na ja, si hatten 5 mehr
[01:08:39] Anne: ein eich soll mehr zähne haben als ein mensch???
Wie man sieht sind wir leicht vom Thema abgekommen und haben uns stattdessen über das Gebiss des Eichhörnchens ausgetauscht. Sollte jemand wissen, wieviele Zähne ein solches Tier denn nun tatsächlich hat (es ist eine Frage bei Trivial Pursuit (von 1970, schätze ich)), dann würden wir uns sehr über einen entsprechenden Kommentar freuen. Es sind jedenfalls viel mehr als man vermutet …
Zurück zum Hasen aber, ein paar brauchbare Bemerkungen waren ja dann doch dabei. So meinte Charlotte zu wissen, dass die Hasen längere Ohren haben als Kaninchen. Das stimmt. Allerdings sind ja nun Kaninchen auch Hasen, aber das soll hier jetzt mal keine Rolle spielen. Beim Feldhasen jedenfalls sind die Ohren sogar länger als der Kopf (das muss man sich mal vorstellen!).
Weiter bemerkte Charlotte, Hasen seien größer als man denkt. OH JA! Sie sind riesig! Hasen, Feldhasen natürlich wieder, werden 70cm lang, das ist so lang wie mein ganzer Arm, von den Fingerspitzen bis zur Schulter!
Dass es nicht mehr viele Hasen in den Wäldern gibt, na ja … Charlotte behauptet ja auch, die in Niedersachsens Wäldern zahlreich beheimateten Waschbären wären alle mindestens zwei Meter lang … Ich kann allerdings sagen, dass Hasen viel lieber in der Steppe wohnen und dass es in Deutschland immerhin noch 16 Feldhasen pro Quadratmeter Lebensraum gibt.
Es gibt auch bestimmt ein berühmtes Bild mit einem Hasen, Dürer würde mir einfallen, eine Hasenschule gab es bei uns zu Hause auch zu Ostern und den Osterhasen kennt man sowieso. Woher der aber kommt und warum er Eier bringt, ist nicht wirklich geklärt. Überaus einleuchtend finde ich allerdings eine Erklärung, die Wikipedia zu bieten hat, nämlich die, dass der Osterhase seinen Ursprung in einem verbackenen Osterlamm fand. Da wollte also irgendwann mal irgendwer zu Ostern ein überaus christliches Osterlamm backen, hat das Ganze ziemlich versaut und einen Hasen aus dem Ofen gezogen und seitdem bringt dieser dann auch noch Eier. Hervorragend! Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang auch, dass es nicht unbedingt ein Hase sein muss, der die Eier bringt. In der Schweiz übernahm diesen Job lange Zeit ein Kuckuck (der ja nun wirklich Eier bringt, wenn auch eigentlich nur fremden Vögeln), in Westfalen gab es den Osterfuchs, in Böhmen bemühte man den Hahn und den Thüringern ist nichts besseres eingefallen, als den Storch neben den Kindern auch gleich nochmal den Kindern die Eier bringen zu lassen. Na gut.
Schmecken tun Hasen definitv, auch die falschen, und Meister Lampe nennt man sie wegen ihres hell leuchtenden Stummelschwanzes. Das leuchtet ein, erklärt aber nicht, warum der Fabelhahn immer Henning heißt … Und sowieso diese ganzen Namen!
Der Rest ist eigentlich zu vernachlässigen. Sie hüpfen sehr schnell, in der Tat bis zu 70 km/h und werden mit Fell und sehend geboren. Kleine Kaninchen sind übrigens nackt und blind. Neben der Geschichte mit dem Hasen und der Schildkröte gibt es auch noch die mit dem Igel. Oder besser: den Igeln. Bekanntlich nimmt dieser Wettlauf einen noch schlechteren Ausgang für den armen Hasen, der fällt nämlich vor Erschöpfung tot um.
Wichtig zu wissen ist in meinen Augen auch noch, dass der Hase mit seinen Löffeln seine Körpertemperatur kontrolliert. Wenn ihm zu warm wird, pumpt er einfach ganz viel Blut in die Ohren und weil die Haut da so dünn ist, kann die ganze Hitze sich da super entladen. Eigentlich ganz praktisch, die Ohren allein können ja 20cm lang werden, da ist auch genug Platz zur Kühlung. Hasen sind auch nur knapp 50 Tage schwanger und haben 48 Chromosomen.
Die Tempomacher bei Langstreckenläufen nennt man auch Hasen. Dachhasen sind Katzen. Und glücklicherweise gibt es eine Menge Sprichwörter und Begriffe mit ihnen (also Hasen, nicht Dach-):
„Ich dachte, es hätte mich ein Hase geleckt!“
„Wissen, wo der Hase langläuft“ – oder auch: „wie er läuft“ – oder wiederrum: „wohin er läuft“
„Den Hasen laufen lassen“
„Merken, wo der Hase liegt“ – „Da liegt der Hase im Pfeffer!“
„Mir ist ein Hase über den Weg gelaufen“
„Einen Hasen im Busen haben“
„hasenschreckig sein“
„Ein Hase sein“ – „Hasenfuß/hasenfüßig“ – „Angsthase“ – „Hasenherz“
„Das Hasenpanier ergreifen“
„den Hasenkurs nehmen“
„standhalten wie der Hase bei der Trommel“
„Hasenschuhe anziehen“
„Er ist kein heuriger Hase mehr“
„alter Hase“
„Hasenbrot“
„dem Hasen Salz auf den Schwanz streuen“
„jemandem einen Hasen in die Küche jagen“
„dem Hasen nachlaufen“
„Das ist doch keine Hasenjagd!“
„zwei Hasen nachlaufen“
„Hasenohren haben“
„den Hasenschlaf schlafen“
„sich um den Hasenbald zanken“
„Arbeit und Schulden sind keine Hasen“
„blinder Hase“
„wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen“ – oder auch einfach nur „die Hasen“
„Bönhasen“
„Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts“
„den Hasen suchen“
„dem Has läuten“
„die Hasen rauchen“
Meine Favoriten stehen natürlich ganz am Anfang und ganz am Ende. Die werde ich zukünftig auch ständig verwenden.
Im Übrigen hätte ich viel lieber über Eichhörnchen geschrieben, aber ich hatte ja Hasen versprochen. Die sind aber irgendwie … langweilig. Jetzt aber werde ich erstmal schlafen, hoffentlich nicht den Hasenschlaf, sondern den der Gerechten …
CETERUM CENSEO TRIUMPHUM EMERERE!!! (Aber das erkläre ich ein andermal … oder auch nicht …)
Schön finde ich es übrigens, dass dieser Blog schon jetzt von Leuten gefunden wird, die ein Referat über Hasen halten müssen.
Schade ist wiederum, dass ich zwar ein Referat mit Hasen ausarbeiten, selbst aber keines über sie halten darf. Ich verspreche allerdings, an dieser Stelle bald mehr über Hasen zu erzählen.
Hase heißt lateinisch übrigens lepus. Lepus, lepi, lepo, lepum, lepo, lepi, leporum, lepis, lepos, lepis.
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Der Vorteil an meiner Mitbewohnerin ist ja, dass sie nichts isst. Gut, manchmal kann einem das schon Sorgen bereiten (und selbstverständlich hat sie auch noch andere Vorzüge), aber in anderen Fällen ist es auch überaus praktisch. Wie jetzt gerade.
Ich sitze nämlich an meinem Schreibtisch und muss ein Referat ausarbeiten, das ich am Freitag zu halten habe. Selbstverständlich habe ich vorher zu lange geschlafen, so lange, dass ich als ich endlich erwachte kaum aus den Augen gucken konnte, weil ich das Öffnen der Augen einfach überhaupt nicht mehr gewohnt war. Um diesen Zeitverlust zu kompensieren setzte ich mich dann natürlich sofort an den Schreibtisch und begann zu arbeiten. Dabei blieb keine Zeit für igendetwas anderes, erst recht keine so profanen Dinge wie Tätigkeiten in und um den Haushalt.
Nach längerer Zeit fühlte ich mich ein wenig geschwächt. Wäre ich nun allein in dieser Wohnung, dann hätte ich mich wohl oder übel mit diesem Zustand abfinden müssen. Aber nicht, wenn man Lotte im Haus hat. Hat man nämlich eine solche Mitbewohnerin, muss man nur die zehn Meter (wenn überhaupt) bis zu ihrer Tür auf sich nehmen, um den Raum mit den Worten: „Ich komme, um den Hasen zu holen“ zu betreten und ihn mit dem Hasen wieder zu verlassen.
Meine Mitbewohnerin isst ja nichts. Und auch, wenn Ostern mittlerweile 95 Tage zurückliegt (das ist über ein Vierteljahr), kam es ihr bislang nicht in den Sinn, ihre Osterhasen (Plural!) zu essen. Ich bin mir sicher, würde ich suchen, fände ich auch noch den einen oder anderen Weihnachtsmann.
Nun jedenfalls konnte ich mich am Hasen stärken und mich dazu noch ein wenig darüber freuen, dass ich ihm sein dummes Grinsen aus dem Gesicht beißen konnte. Beziehungsweise ihm, den Hasen, den Kopf ab. Es liest sich besser, wenn man einen Hasen hat.
