Fernmuendliches


Die erste wohnungsinterne Kooperation: Edeka, Bollywood, Roy Black, Shahrukh, Actimel und Erdnussbutter

Anne: Nachdem wir also lesen mussten, das wirklich Menschen auf diesen Blog kommen, wenn sie nach „Bollyood Filme sind scheiße“ suchen (was ist das – ganz nebenbei bemerkt – bitte für ein bescheuerter Suchbegriff), habe ich beschlossen, dass es doch mal an der Zeit für ein eindeutiges Loblied auf den indischen Film sei …

Charlotte (schweigt lange): Wer einmal Annes Zimmer betritt, dessen Blick fällt zunächst auf ein K3G-Poster aus billigem und dünnem Papier. Anschließend auf eine Regalreihe, in der ausschließlich DVDs stehen (90% sind Filme „von BW“) und schlussendlich auf das Shahrukh-Poster, das Anne einem indischen Verkäufer abschwatzte …

Anne: Zunächst einmal muss ich das K3G-Poster verteidigen: erstens war es ein Geschenk und über Geschenke spricht man nicht schlecht und zweitens verleiht das „billige und dünne Papier“ dem ganzen eine Authentizität, wie es westliches Hochglanzpapier nicht könnte. In Charlottes Zimmer steht übrigens auch ein Bild von Shahrukh, aber sie versucht es hinter lauter Krimskrams in ihrem Regal zu verstecken. Dabei ist es noch, na ja: sagen wir „indischer“ als es meine Ausstattung je sein könnte …

Charlotte: Auch bei meinem Bild handelt es sich um ein Geschenk. Und es ist auch nicht versteckt, sondern steht für jedermann offensichtlich im Regal …

Anne: An dieser Stelle darf ich noch kurz bemerken, dass Shahrukh auch an unserem Kühlschrank hängt (oder zumindest dem, was mal unser Kühlschrank war) und Aishwarya Rai über unserer Garderobe. Man könnte den Eindruck gewinnen, wir seien in irgendeiner Form fanatisch …

Charlotte: Scheiße ist es, dass es Filme von Bollywood nicht bei Edeka gibt, weder beim Actimel noch woanders (hiermit habe ich unsere relevantesten Suchbegriffe in einem Satz vereint und hoffe nun auf eine Menge Klicks) …

Anne: Charlotte, du hast Roy Black vergessen. Dessen Filme stehen übrigens neben den Filmen von Bollywood (die überhaupt nicht scheiße sind, dafür aber oft mit Shahrukh) in meinem Regal, direkt schräg über meinem Schreibtisch, auf dem die Actimel-Pyramide stand, weil ich doch so auf das Wort „actimelisiert“ abfahre und auf dem auch die Erdnussbutter ihren Platz fand, als ich sie noch mochte und abends bei Edeka kaufte und dieses Ereignis hier auf „Fernmuendlich“ kundtat. Na, wie war das?

Charlotte: Anne hat sehr gut aufgepasst, als es um Suchmaschinenoptimierung ging.

Anne: Wetter.

Charlotte: Gent



Erdnussbutter
25 Februar, 2008, 10:00
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Schlimm ist, wenn man sich über einen längeren Zeitraum nichts Schöneres vorstellen kann, als eine bestimmte Sache – in diesem Fall: zu essen und wenn man diese Sache dann hat, dann mag man sie noch nichtmal probieren. In diesem Fall: Erdnussbutter. Ich bin verzweifelt und enttäuscht.

(Manchmal habe ich das Gefühl, ich übertreibe – deshalb habe ich es mir auch auf einen gelben Klebezettel geschrieben: „post-it“)

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Handschuh.