Fernmuendliches


Olympia: Ende – Zigaretten kaufen – Blumen gießen

Seit gestern ist Olympia vorbei und ich weiß nichts mehr mit mir anzufangen. Auf Mitleid kann ich auch nicht hoffen, siehe hier:

[12:35:24] Anne : oh, ich weiß nichts mit mir anzufangen!
[12:36:08] Charlotte : si können doch lesen
[12:36:17] Anne : ja, ich könnte
[12:36:23] Charlotte : aber keine lust, oder was?
[12:36:25] Anne : es gibt kein olympia mehr, das ist schlimm!
[12:36:44] Charlotte : tja, das bleibt jetzt auch erstmal 4 jahre so…

Na gut, ich wüsste wirklich etwas, was ich mit mir anfangen könnte oder zumindest sollte und SO schlimm ist es nun auch nicht, dass Olympia vorbei ist, aber ehrlich gesagt habe ich es mir anders vorgestellt. Zum Beispiel die letzte Nacht. Ich dachte, ich könnte zum ersten Mal seit dem 08. August wieder einemal richtig gut und lange schlafen: pff, schlafen my ass … Vielleicht lag es daran, dass ich zum ersten Mal seit diesem 08. August ohne laufenden Fernseher einschlafen musste/wollte/sollte, oder auch daran, dass ich überhaupt nicht mehr daran gewöhnt bin durchzuschlafen und nicht mehrmals von schreienden Kommentatoren geweckt zu werden, nur um dann wieder Olympia zu gucken. Und wenn man dann endlich mal schläft, dann hat man später auch keine Lust aufzustehen, denn warum auch? Der Fernseher läuft nicht, es kommt auch kein Olympia. Und dann die ganz große Ernüchterung, wenn man vor lauter Olympia-Entzug tatsächlich gegen Mittag den Fernseher anstellt, ohne dass Olympia kommt. Ich hatte völlig vergessen, wie schrecklich das sein kann.

Jedenfalls hatte ich eine schlechte Nacht und einen schlechten Morgen und bislang auch einen relativ schlechten Tag ohne Olympia. Aber ich sollte aufhören, mich darüber zu beschweren und gleich anfangen, mich auf die Winterspiele zu freuen. 12. Februar 2010. Bis dahin muss ich mir andere Hobbys suchen.

Heute habe ich erstmal die „Freizeit Royal“ gekauft. Seit letzter Woch boykottiere ich bekanntlich die „Heim und Welt“, weil die sich tatsächlich erdreistet hat, das Adelsporträt aus ihrem Programm zu nehmen. „Freizeit Royal“ jedenfalls hört sich sehr vielversprechend an, denn es gibt: „Krone intim“, „Bräute royal“, „Lebenslust royal“, „Hintergründe royal“, „Krone privat“, „Kochen royal“, „Königliche Frisuren“, „Reise royal“, „Königliche Rätsel“, „Königliche Horoskope“ und „Aktion royal“ – das zumindest verspricht der „Inhalt royal“. Ich bin gespannt.

Ich war also einkaufen und weil ich mir schon sehr lange vorgenommen habe, mich über das Zigarettenkaufen aufzuregen, finde ich, das heute ein guter Tag dafür ist. Ich frage mich nämlich wirklich, was das alles soll mit dem Zigarettenkaufen. Früher nahm man sich einfach so viele Schachteln, wie man wollte und legte sie auf das Band. Heutzutage aber … Nehmen wir Kaiser’s im Ring-Center. Ich kaufe schon gar keine Zigaretten mehr bei Kaiser’s im Ring-Center. Bei Kaiser’s im Ring-Center kann man sich nämlich nicht einfach so Zigaretten nehmen, sondern muss der Kassiererin sagen, dass man gerne Zigaretten hätte, woraufhin diese aufspringt, zu den verschlossenen Zigaretten-Fächern eilt, die entsprechenden Zigaretten herauskramt und zurück zur Kasse läuft. Nun spreche ich aber nur ungern mit fremden Menschen, jedenfalls nicht mehr als das Nötigste, und zudem werde ich auch nur ungern von fremden Menschen aufgehalten, möchte also aus Rücksicht und eigener Erfahrung auch niemanden anders an der Kasse aufhalten. Also frage ich erst gar nicht. Daher: keine Zigaretten mehr für mich bei Kaiser’s.

Bei unserem Edeka ist es etwas leichter – sollte man zumindest denken. Auch dort kann man sich zwar nicht mehr einfach Zigaretten nehmen, aber es gibt neben dem Förderband an der Kasse einen Automaten, der auf Wusch Zigarettenschachteln auf das Band spuckt. Nur: er spuckt immer nur eine. Danach muss er erst wieder manuell vom Personal freigegeben werden. Ich bin nun aber doch aus wohnsituationstechnischen Gründen des öfteren mit der Aufgabe konfrontiert, beim Einkauf zwei Schachteln zu erwerben. Wenn man an eine Kasse mit einem aufmerksamen Kassierer gerät, ist das auch gar nicht so schwer. Der aufmerksame Kassierer merkt nämlich von ganz alleine, dass der Automat gesperrt ist, und gibt ihn ebenso von alleine wieder frei. So kann man – mit einer kleinen Wartezeit in der Mitte – zwei Schachteln Zigaretten erwerben, ohne jemanden aufzuhalten oder zu sprechen. Leider sind aber die aufmerksamen Kassierer eindeutig in der Minderheit und viele einstmals aufmerksam geglaubte entwickeln sich plötzlich zu unaufmerksamen.

(Und jetzt ist gerade auch noch meine Schreibtischlampe kaputt gegangen!)

Im Falle des unaufmerksamen Kassierers sieht man sich dann natürlich wieder mit den zwei Dingen konfrontiert, die man eigentlich vermeiden will: a) mit fremden Menschen sprechen und b) fremde Menschen aufhalten. Man muss dem fremden Kassierer nämlich mitteilen, dass der Automat gesperrt ist und ihn bitten, ihn doch nun wieder freizugeben. Das kann man natürlich erst machen, wenn man selbst dran ist, weil man will ja vor allem nicht c) fremde Menschen bei ihrer Einkaufsabwicklung unterbrechen und dabei auch noch durch den halben Laden schreien. Selbstverständlich befindet sich nun aber der Automat, der die Zigaretten aufs Band spuckt, wenn er denn freigegeben ist, eher in der Mitte des Bandes und man müsste sich, um ihn zu bedienen wieder in der Schlange zurückbewegen. Das kostet Zeit und dort stehen natürlich auch Menschen und man will ja a) nicht mit fremden Menschen sprechen, b) fremde Menschen nicht aufhalten, c) fremde Menschen nicht bei ihrer Einkaufsabwicklung unterbrechen und d) sich nicht an fremden Menschen vorbeidrängeln müssen. Also endet der Zigarettenkaufspaß bei Edeka für mich oft damit, dass ich nur eine Schachtel erstehen kann, nur um dann auf dem Nachhauseweg gleich in das nächste Geschäft zu laufen, um das Versäumte nachzuholen.

Ich frage mich, welchen Sinn es macht, dass der Automat bei Edeka nach Auswurf einer Zigarettenschachtel automatisch gesperrt wird. Und ich frage mich auch, ob ich der einzige Mensch auf der ganzen Welt bin, der mitunter – oder eigentlich sogar immer – zwei Schachteln erwerben will. Keine Lösung ist jedenfalls der noch sinnlosere Automat bei Edeka im Alexa. Dort bekommt man nämlich noch nichtmal EINE Schachtel Zigaretten, sondern nur einen Bon, den man – mit dem Hinweis versehen, dass er nur noch 2756 Stunden gültig ist – hinter der Kasse an einem weiteren Automaten einlösen kann. Zudem wurde ich doch tatsächlich in diesem Edeka einmal gefragt, ob ich schon 16 sei, als ich einen solchen Bon erwerben wollte. Nicht nur, dass die Frage vollständig irrelevant war, da man zu diesem Zeitpunkt schon lange 18 sein musste, um rauchen zu dürfen, nein: die Frau meinte es tatsächlich ernst. Wirklich. Ich habe auch erst fünf Minuten lachen müssen, bevor ich es einsah und dabei habe ich sogar a) mit fremden Menschen gesprochen und b) andere fremde Menschen aufgehalten. Aber gut, ich werde oft für 15 gehalten …

Zum Abschluss noch folgender Hinweis: Meine Mitbewohnerin ist gerade nicht da. Das heißt zwar, dass ich heute beim Einkauf nur eine Schachtel Zigaretten erwerben musste, nicht jedoch, dass ich nicht a) mit fremden Menschen sprechen, b) fremde Menschen aufhalten und d) mich an fremden Menschen vorbeidrängeln musste. Der Automat war nämlich kaputt – oder auch nicht -, ich musste an der Kasse nach Zigaretten fragen, die Kassiererin wühlte darauf einen hinter ihr stehenden Einkaufswagen durch, in dem sehr viele Zigarettenschachteln lagen, gab dann aber doch den Automaten frei, der allerdings nicht auf meine Eingabe reagierte und fand dann am Ende doch noch die richtige Schachtel in ihrem Wagen.

Zudem fand ich in der Küche zwei Pflanzen, versehen mit folgenden Zetteln:

Aufforderung

Aufforderung

... und Drohung

... und Drohung

Ich fühle mich unter Druck gesetzt …



Adäquate Staubsauger und grinsende Gesichter im Klo
4 Mai, 2008, 1:18
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Charlotte und ich hatten schon länger ein Problem. Wir haben zwar einen Staubsauger, aber erstens: bricht man sich jedes Mal fast den Rücken, wenn man mit ihm saugen will, weil sich das Teleskoprohr nicht mehr ausfahren lässt (beziehungsweise sich ständig von selbst wieder einfährt) und das Rohr deshalb nur gefühlte zehn Zentimeter lang ist und man beim Saugen also direkt über dem Boden kriechen muss und zweitens: saugt er nicht. Man kann machen, was man will – die Beutel wechseln, das Rohr freipusten, den Schlauch spülen – er saugt einfach nicht. Ich weiß nicht, warum er nicht saugt, aber er tut es einfach nicht. Jedenfalls nicht überzeugend (adäquat).

EXKURS: Ich sage ja gerne „das ist adäquat“ oder „das wäre adäquat“. Neulich fiel mir auf, dass ich im Gegensatz zu diesem Adjektiv „adäquat“ das Substantiv „Adäquanz“ so gut wie nie verwende. Das hat mich gewundert und ich bin dabei, es zu ändern, indem ich adäquat-Sätze jetzt häufig zu Adäquanz-Sätzen substantiviere. Im Zuge dessen machte ich auch Bekanntschaft mit der Adäquanztheorie, die mir die beste Theorie der Welt zu sein scheint (schon allein dem Namen nach).

Die Adäquanztheorie wirkt nämlich als Korrektiv zur Äquivalenztheorie. Wenn ich Charlotte mal wieder erschrecken gehe und sie daraufhin tot umfällt, dann ist das schädigende Ereignis – mein Erschrecken – kausal für den Erfolg – Charlottes Tod (ich liebe Juristensprache): Das ist dann die Äquivalenz. Bei der Adäquanz hingegen wird untersucht, ob ich überhaupt vorhersehen konnte, dass Charlotte sterben wird, wenn ich sie erschrecke. Konnte ich das nicht, bin ich unschuldig.

Alledings wird die Adäquanztheorie an deutschen Gerichten wohl nicht mehr als vollständig adäquat empfunden, deshalb hat auch sie ein Korrektiv: den Schutzzweck der Norm. Und außerdem wird sie zunehmend von der objektiven Zurechnung verdrängt (im Strafrecht zumindest). Aber das erkläre ich ein anderes Mal. Oder die Frau Juristin (Charlotte). :EXKURS ENDE

Als ich jedenfalls letzte Woche bei Edeka war, gab es bei Edeka Staubsauger. Charlotte war nicht da und ich habe überlegt, ob ich Charlotte nicht mit einem neuen Staubsauger überraschen soll, aber ich hatte dann keine Lust denselben nach Hause zu tragen. Also habe ich es gelassen. Nun hatten wir aber vor wenigen Tagen erneut das Problem der Inadäquanz des Saugvermögens unseres Staubaugers (so etwas tritt ja leider immer wieder auf, weil man unglücklicherweise immer wieder saugen muss). Ich sprach mit Charlotte über den Edeka-Staubsauger und wir beschlossen, bei unserem nächsten Besuch einen solchen zu erwerben.

Gestern Nacht nun, um genau 01:27:36 Uhr ergab sich folgendes Gespräch (über Skype, wir sprechen ja nicht persönlich miteinander):
[03.05.2008 01:27:36] Charlotte: kaufen wir morgen den staubsauger bei edeka?
[03.05.2008 01:27:51] Anne: wenns ihn noch gibt …
[03.05.2008 01:27:54] Charlotte: ja
[03.05.2008 01:28:00] Anne: ja?
[03.05.2008 01:28:05] Anne: na dann ur
[03.05.2008 01:28:10] Anne: wenn er geil ist
[03.05.2008 01:28:11] Charlotte: heute gab es noch einige!
[03.05.2008 01:28:23] Charlotte: ich denke, der ist geil
[03.05.2008 01:28:34] Anne: welche farbe hat er?
[03.05.2008 01:28:39] Charlotte: oder ich frag morgen kurz mutter, wieviel watt ein geiler hat
[03.05.2008 01:28:41] Charlotte: er ist rot
[03.05.2008 01:28:50] Anne: immer rot
[03.05.2008 01:28:58] Charlotte: der bei e hat 1600w, deiner hat 2
[03.05.2008 01:29:10] Charlotte: sah zumindest auf der packung so aus
[03.05.2008 01:29:25] Anne: ja, meiner hat höchstens 2 watt
[03.05.2008 01:29:39] Charlotte: vielleicht auch 1
[03.05.2008 01:29:45] Anne: ja
[03.05.2008 01:29:52] Anne: 1600 ist schon wenig
[03.05.2008 01:29:59] Anne: ich hätte gern 2600
[03.05.2008 01:30:05] Charlotte: er hat soviel watt, wie ein wodka im flax kostet
[03.05.2008 01:30:06] Charlotte: 1
[03.05.2008 01:30:20] Anne: (anne kichert)
[03.05.2008 01:30:47] Anne: glaubst du, mit 1600 kann der irgendwas wegsaugen?
[03.05.2008 01:30:58] Anne: wenn meiner 2000 hat???
[03.05.2008 01:30:59] Charlotte: ja
[03.05.2008 01:31:03] Charlotte: ich guck grad
[03.05.2008 01:31:08] Charlotte: und 1600 ist normal
[03.05.2008 01:31:27] Anne: dann ist meiner überdurchschnittlich saugkräftig??????????????????
[03.05.2008 01:31:50] Charlotte: nein mann, deiner hat 2!
[03.05.2008 01:32:00] Charlotte: nicht 2000!
[03.05.2008 01:32:16] Anne: nee, jetzt mal im ernst …
[03.05.2008 01:32:40] Charlotte: im ernst…
[03.05.2008 01:32:42] Charlotte: ich gucke
[03.05.2008 01:32:55] Anne: ich hätte gern einen in creme-grau

(Mein Staubsauger hatte übrigens mal 1400 Watt, aber das muss lange her sein …) Das Ende vom Lied war jdenfalls, dass wir beide guckten. Bei Staubsaugern gibt es in meinen Augen drei Dinge zu beachten:

Erstens: Wie sieht er aus?

Zweitens: Wieviel Watt hat er?

Drittens: Was kann er außerdem?

Nun, vor einiger Zeit sind Charlotte und ich schon einmal über eine Werbung für einen beutellosen Staubsauger gestolpert. Wir haben uns gefragt, was der Staubsauger denn nun mit dem ganzen Dreck machen würde, wenn nicht in einen Beutel saugen. Wir waren schon ganz euphorisch, denn wir stellten uns vor, dass wir fortan – wenn wir denn nur im Besitz eines solchen Geräts wären – all unseren Müll durch einfaches Wegsaugen entsorgen könnten. Und er wäre nimmermehr gesehen … Leider stellte sich heraus, dass auch Staubsauger dieser Generation Müll nicht einfach verschwinden lassen können. Man muss da irgendso einen Plastikbehälter ausleeren, was natürlich lange nicht so gut ist, aber … Einen Vorteil haben diese Geräte dann doch: sie sehen einfach unglaublich geil aus. Sie sehen aus, wie man sich die Zukunft vorstellt. Also war gestern Nacht auch schnell klar: Wir brauchen einen beutellosen Staubsauger (siehe „erstens“).

Die Wattzahl („zweitens“) war so eine Sache. Da das zu ersetzende Gerät 1400 Watt hat, war klar, dass es mehr sein müssen. Wieviel mehr ist leider eine Preisfrage. Wie oben schon erwähnt: Ich hätte gerne 2600 Watt, aber das war nicht zu bezahlen. Ebenso wie mein Favorit in der Kategorie: „Was kann er außerdem?“ („drittens“). Das wäre nämlich dieser hier. Ehrlich gesagt, ist dieser Staubsauger mein Favorit unter allen Staubsaugern und wenn ich das nächste Mal 1000€ übrig habe, wird er angeschafft. Punkt.

Für den Moment muss uns ein anderes Modell reichen. Welches soll hier noch nicht verraten werden. Nur, dass es gestern gegen halb drei nach ausführlichen Recherechen bestellt wurde und nun hoffentlich bald bei uns ist. Den Edeka-Sauger haben wir verworfen. Er ging auch mit Beuteln. Und zu unserem Glück gab es ihn heute auch gar nicht mehr. Das macht die nächtlich Aktion noch um einiges besser.

Heute waren wir einkaufen und ich habe etwas Großartiges gekauft. Es handelt sich – man halte sich fest – um den „ratz fatz WC (und jetzt kommt’s) Duft-Pucki“!

Pucki im Einsatz

Schon allein die Vorstellung, ein grinsendes Gesicht im Klo zu haben, erschien mir so schrecklich, dass ich den Pucki haben musste!!!

Naruto.

Und nochmal an Lotte: – ZU -



Querschlag: Von Edeka zu Wollsocken

Ich komme gerade vom Einkaufen und frage mich, warum es immer überschlägige tausend („dausend“) Euro kostet, NUR DAS NÖTIGSTE zu kaufen (ich hatte den Auftrag vier Bratwürste zu kaufen – leider gab es die nur im Fünferpack, was mich schon stört, denn: „Er schrieb auf dem Zettel : Salat, Brot, Eier, Kartoffeln, 4 Bratwürst„). Aber wenigstens bietet der Laden was, wie an dieser Stelle schon beschrieben. Wir kommen jetzt, da Edeka bis um neun aufhat, auch immer häufiger in den Genuss, im Dunklen einkaufen zu dürfen. Denn bei uns ist zwar bis um neun geöffnet, aber das ist wohl so eine Art Insiderwissen – um acht gehen alle Lichter aus und man fühlt sich grundsätzlich wie der letzte Gast auf einer Party, der genau weiß, dass der Gastgeber schon seit Stunden will, dass man geht. Trotzdem bleibt man. Na ja …

Abgesehen davon kann man sich bei Edeka Neukauf aber sehr wohl und vor allem sicher fühlen. Die Fluchtwege sind einwandfrei gekennzeichnet und folgt man ihnen, kommt man logischerweise zum Notausgang. Die Kennzeichnung lässt auch hier nicht zu wünschen übrig:

Der Notausgang bei Edeka

Diese Form von Notausgang – ein Stück Wand zwischen Leergutrücknahmeautomat und einer anderen Wand – ist in etwa so beruhigend, wie mit Christian Morgenstern in einem brennenden Haus zu sitzen. Der hatte nämlich große Angst vor Feuer und ging so nie ohne das nötige Equipment für den Brandfall vor die Tür. Hätte man ihm inmitten eines Feuers angsterfüllt zugerufen „Christian, es brennt!“, hätte er mit Sicherheit geantwortet: „Keine Angst – ich habe ein Seil!“ Sehr beruhigend in der Tat.

Da wir gestern nicht einkaufen waren, gab es nun heute erst die neue Ausgabe der „Heim und Welt“. Auf dem Titelblatt diese Woche Karlheiz Böhm („Blacky“), oder – wie ihn die „Heim und Welt“ mit Recht nennt (und auch nennen darf) – „Karlhein“:

Karlhein

„Fauji“ habe ich übrigens zu Ende gesehen, enthalte mich hier aber (vorerst) jeder weiteren Wertung. So also nur noch auf besonderen Wunsch einer treuen Leserin ein kurzer Abschnitt über ein Thema, zu dem ich (wie zu sehen sein wird) leider nicht viel zu sagen habe. Außer: Die letzten sind meine Lieblings … („Liebalings“):

Wollsocken

Nochmal Wollsocken

Auch Wollsocken

Wollsocken natürlich

Meine Lieblings sind die größten (wie man sieht) und sie haben eine doppelt gestrickte Ferse.

Na dann. Ich gehe mich jetzt actimelisieren.

Abenteurer.



Die erste wohnungsinterne Kooperation: Edeka, Bollywood, Roy Black, Shahrukh, Actimel und Erdnussbutter

Anne: Nachdem wir also lesen mussten, das wirklich Menschen auf diesen Blog kommen, wenn sie nach „Bollyood Filme sind scheiße“ suchen (was ist das – ganz nebenbei bemerkt – bitte für ein bescheuerter Suchbegriff), habe ich beschlossen, dass es doch mal an der Zeit für ein eindeutiges Loblied auf den indischen Film sei …

Charlotte (schweigt lange): Wer einmal Annes Zimmer betritt, dessen Blick fällt zunächst auf ein K3G-Poster aus billigem und dünnem Papier. Anschließend auf eine Regalreihe, in der ausschließlich DVDs stehen (90% sind Filme „von BW“) und schlussendlich auf das Shahrukh-Poster, das Anne einem indischen Verkäufer abschwatzte …

Anne: Zunächst einmal muss ich das K3G-Poster verteidigen: erstens war es ein Geschenk und über Geschenke spricht man nicht schlecht und zweitens verleiht das „billige und dünne Papier“ dem ganzen eine Authentizität, wie es westliches Hochglanzpapier nicht könnte. In Charlottes Zimmer steht übrigens auch ein Bild von Shahrukh, aber sie versucht es hinter lauter Krimskrams in ihrem Regal zu verstecken. Dabei ist es noch, na ja: sagen wir „indischer“ als es meine Ausstattung je sein könnte …

Charlotte: Auch bei meinem Bild handelt es sich um ein Geschenk. Und es ist auch nicht versteckt, sondern steht für jedermann offensichtlich im Regal …

Anne: An dieser Stelle darf ich noch kurz bemerken, dass Shahrukh auch an unserem Kühlschrank hängt (oder zumindest dem, was mal unser Kühlschrank war) und Aishwarya Rai über unserer Garderobe. Man könnte den Eindruck gewinnen, wir seien in irgendeiner Form fanatisch …

Charlotte: Scheiße ist es, dass es Filme von Bollywood nicht bei Edeka gibt, weder beim Actimel noch woanders (hiermit habe ich unsere relevantesten Suchbegriffe in einem Satz vereint und hoffe nun auf eine Menge Klicks) …

Anne: Charlotte, du hast Roy Black vergessen. Dessen Filme stehen übrigens neben den Filmen von Bollywood (die überhaupt nicht scheiße sind, dafür aber oft mit Shahrukh) in meinem Regal, direkt schräg über meinem Schreibtisch, auf dem die Actimel-Pyramide stand, weil ich doch so auf das Wort „actimelisiert“ abfahre und auf dem auch die Erdnussbutter ihren Platz fand, als ich sie noch mochte und abends bei Edeka kaufte und dieses Ereignis hier auf „Fernmuendlich“ kundtat. Na, wie war das?

Charlotte: Anne hat sehr gut aufgepasst, als es um Suchmaschinenoptimierung ging.

Anne: Wetter.

Charlotte: Gent



Einkaufen bei Edeka II
29 Februar, 2008, 8:11
Gespeichert unter: zettel. schilder! | Schlagworte: , , ,

Zugegeben: Die Schilder in unserem Edeka sind nicht schlecht. Aber wie uns von einem treuen Freund zugetragen wurde, haben auch andere Edeka-Märkte durchaus ihre Stärken. Als Beweis ein Kassenbeleg aus einem Edeka in der Stadt der Superlative: der kleinsten Großstadt mit dem kürzesten Fluss Deutschlands (und auch sonst so vielen Stärken): Paderborn.

Edeka Rumpsmüller

Wir geben zu: Solche Namen können wir nicht bieten. Und auch die Spree verliert den direkten Vergleich mit der Pader um Längen(!!!) – oder zumindest mit der Rothobornpader. Die wurde nämlich im Jahre 1036 gesegnet. Aha!

Unseren Dank dem Freunde, der uns diese Information zukommen ließ. Wir sind gespannt, was Edeka noch zu bieten hat …

Und bevor ich es vergesse: „Dauerw.-Aufschni“ ist natürlich der Dauerwurst-Aufschnitt aus dem vielfältigen Edeka-Sortiment (genauer: Salami). Dafür allein lohnt sich ein Gang vor die Tür!

Ente.



Einkaufen bei Edeka
29 Februar, 2008, 2:46
Gespeichert unter: zettel. schilder! | Schlagworte: , , , , ,

Ein Problem ist, dass Anne und ich nie planen, was wir essen wollen. Wir wollen ja schon, aber schaffen es nicht, weil uns beiden überhaupt nichts einfällt (nur auf Fleisch können wir uns immer recht schnell einigen). Das führt dann immer dazu, dass eine von uns gegen 19.30 Uhr (in Zukunft wird es wohl 20.30 sein, denn der Laden hat jetzt länger geöffnet und wir haben deshalb eine Stunde mehr zum Nachdenken) loslaufen muss, um wenigstens noch irgendwas für den Abend zu kaufen.  Ein Glück ist es da, dass der Edeka unseres Vertrauens nur ein paar Schritte entfernt ist! Diejenige von uns, die einkaufen muss, hat natürlich Pech (wer will schon raus..?), wird aber oft dadurch entschädigt, dass der Laden einfach unglaublich cool ist.

Hackfleisch bei Obst

Verständnis!  Ja, wir verstehen! Und wir sind auch der Meinung, dass links neben den Äpfeln der absolut adäquateste Platz für das Hackfleischsortiment ist, den es geben kann!

In unmittelbarer Näher zum Hack steht übrigens ein weiteres Schild, das den Umgang mit Bananen erklärt:

Bananen bei Edeka

Dazu kann man eigentlich fast nichts mehr sagen! Nur, dass es sich bei der angekündigten Banderole um Paketklebeband handelt!

Schule.