Gespeichert unter: Arbeit, wohnungsinterne kommunikation | Schlagworte: Essen, Hase, Mitbewohnerin, Ostern, referat
Der Vorteil an meiner Mitbewohnerin ist ja, dass sie nichts isst. Gut, manchmal kann einem das schon Sorgen bereiten (und selbstverständlich hat sie auch noch andere Vorzüge), aber in anderen Fällen ist es auch überaus praktisch. Wie jetzt gerade.
Ich sitze nämlich an meinem Schreibtisch und muss ein Referat ausarbeiten, das ich am Freitag zu halten habe. Selbstverständlich habe ich vorher zu lange geschlafen, so lange, dass ich als ich endlich erwachte kaum aus den Augen gucken konnte, weil ich das Öffnen der Augen einfach überhaupt nicht mehr gewohnt war. Um diesen Zeitverlust zu kompensieren setzte ich mich dann natürlich sofort an den Schreibtisch und begann zu arbeiten. Dabei blieb keine Zeit für igendetwas anderes, erst recht keine so profanen Dinge wie Tätigkeiten in und um den Haushalt.
Nach längerer Zeit fühlte ich mich ein wenig geschwächt. Wäre ich nun allein in dieser Wohnung, dann hätte ich mich wohl oder übel mit diesem Zustand abfinden müssen. Aber nicht, wenn man Lotte im Haus hat. Hat man nämlich eine solche Mitbewohnerin, muss man nur die zehn Meter (wenn überhaupt) bis zu ihrer Tür auf sich nehmen, um den Raum mit den Worten: „Ich komme, um den Hasen zu holen“ zu betreten und ihn mit dem Hasen wieder zu verlassen.
Meine Mitbewohnerin isst ja nichts. Und auch, wenn Ostern mittlerweile 95 Tage zurückliegt (das ist über ein Vierteljahr), kam es ihr bislang nicht in den Sinn, ihre Osterhasen (Plural!) zu essen. Ich bin mir sicher, würde ich suchen, fände ich auch noch den einen oder anderen Weihnachtsmann.
Nun jedenfalls konnte ich mich am Hasen stärken und mich dazu noch ein wenig darüber freuen, dass ich ihm sein dummes Grinsen aus dem Gesicht beißen konnte. Beziehungsweise ihm, den Hasen, den Kopf ab. Es liest sich besser, wenn man einen Hasen hat.
9 Kommentare bis jetzt
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Anne, auf meinem Schreibtisch liegt tatsächlich ein Weihnachtsmann…
Kommentar von Charlotte 16 Juli, 2008 @ 5:16Und meine Verwunderung darüber hält sich tatsächlich in Grenzen …
Kommentar von anne 16 Juli, 2008 @ 5:18Willst du ihn haben? In ihm sind Smarties!
Kommentar von Charlotte 16 Juli, 2008 @ 5:24Ich knabbere noch am Hasen, aber eines Tages werde ich kommen, den Weihnachtsmann zu holen …
Kommentar von anne 16 Juli, 2008 @ 5:26es sind sicherlich weniger als 10 meter.
Kommentar von mow 17 Juli, 2008 @ 9:29ich hab so nen mathematischen raumvermesserblick.
Von meinem Schreibtisch bis zu ihrem Bett sind es bestimmt zehn! Wenn nicht zwölf!
Kommentar von anne 17 Juli, 2008 @ 10:25miss mal. was kriege ich, wenn ich recht habe?
Kommentar von mow 17 Juli, 2008 @ 11:44Zehnfuffich – gute …
Kommentar von anne 18 Juli, 2008 @ 12:00…anfängerglück!
Kommentar von mow 18 Juli, 2008 @ 10:05