Fernmuendliches


West-Westdeutschland Teil 4: Zurück nach Berlin
26 Mai, 2008, 10:29
Gespeichert unter: Heimat, Reisen | Schlagworte: , , , , ,

Sonntag sind wir dann wieder nach Hause gefahren. Ich kann nicht sagen, dass mir der Abschied vom Selfkant und von West-Westdeutschland wirklich schwer gefallen ist. Dann doch lieber noch Bayern. Da habe ich auch Verwandtschaft, vielleicht mag ich es deshalb etwas lieber, aber ich glaube, das wäre auch sonst so. In Bayern ist zwar auch alles etwas komisch, aber wenigstens nicht so proletarisch-laut-polternd wie im Westen.

Bevor wir uns auf den Weg gemacht haben, waren wir noch in Millen. Über die Grabsteine dort hat Falk schon berichtet. Jetzt kann ich hier noch was über die Kirche schreiben, die wir nicht besichtigen konnten, was ich ein absolutes Unding fand, denn erstens war an diesem Sonntag gar kein Gottesdienst, den man hätte stören können …

Kein Gottesdienst in Millen

… und zweitens kam just in dem Moment, als wir vor der Kirche vorfuhren eine Touristengruppe, komplett mit bunten um den Bauch geschnürten Jacken und komischen Rucksäcken aus dieser Kirche heraus! Wir aber mussten draußen bleiben.

Die Kirche von außen zeichnete sich nun dadurch aus, das sie vollständig mit Einritzungen übersäht war. Das scheint so eine Art Volkssport in Millen zu sein.

Verritzte Kirche in Millen

Man scheint das auch heute noch zu betreiben und schon vor hundert Jahren betrieben zu haben. Wozu genau es dient, ist mir nicht klar. Ich meine, eine Kirche ist kein Baum … Von Bäumen kenne ich das … Na ja, hier noch zwei Beweisfotos:

Einritzung heute

Einritzung damals

Dann sind wir nach Geilenkirchen gefahren, zum Bahnhof. Das war dann das Ende unseres Aufenthalts in West-Westdeutschland. Vom Geilenkirchener Bahnhof, dessen McDonalds verdächtig aussieht wie Noras Grill in Süsterseel …

McDonalds Geilenkirchen

… mit dem Wupper-Express über Mönchengladbach Hauptbahnhof …

Mönchengladbach Hauptbahnhof

… nach Düsseldorf und von dort mit dem ICE zurück nach Berlin. Ohne Bier und Suppenspatz im BordRestaurant, einfach nur in den Sitzen liegend und sich freuend, dass man nun den Westen Deutschlands wieder verlässt.

Ich mag ihn nicht.

Den Westen.

Insofern … Möge unser Gastgeber das nächste Mal doch bitte wieder nach Berlin kommen.

Ich bin jedenfalls wieder hier. Zum Glück. Endstation Ostbahnhof.

Berlin Ostbahnhof


2 Kommentare bis jetzt
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Ich ziehe meinen Hut! Du hättest jetzt schon wieder gewonnen, wenn Du Dich auf das Spiel eingelassen hättest. Pech gehabt.

Kommentar von falk

[...] 27, 2008 Puh. Die Begleiterin war fleißig. Sie hat bereits das ganze Wochenende vertextet und dies auch noch sehr unterhaltsam. Da stehe ich nun natürlich in der Pflicht. Ich habe mich [...]

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