Fernmuendliches


Ich und mein Stuhl vor dem Schrank
9 März, 2008, 12:10
Gespeichert unter: Filme & Fernsehen, ohne Worte | Schlagworte: , , ,

Ich überlege, ob dies ein guter Moment wäre, um meine Drohung wahr zu machen und Charlotte die Administratorrechte zu streichen. Ich denke, sie würde es noch nicht einmal bemerken. Jedenfalls nicht innerhalb der nächsten 24 Stunden.

Fernab davon bin ich gerade etwas stolz auf mich. Vollständig unbegründet natürlich. Aber nachdem ich gestern den in etwa unproduktivsten und faulsten Tag seit Monaten einlegte (ich war doch wirklich gerade mal fünf Stunden wach), bin ich heute frisch und munter und bereit zu neuen Taten.

Eigentlich hatte ich für gestern geplant, mir die komplette erste Staffel „Lost“ anzusehen. Dass das – schon allein aus zeitlichen Gründen – nichts geworden ist, kann man sich denken. Aber nachdem ich die erste Folge unter (man muss wirklich sagen:) bestmöglichen Umständen sah und mich der Inhalt sogar einigermaßen begeisterte (und weil mir Freunde sowieso schon seit Jahren diese Serie einreden wollen, weil ich doch auch so ein großer „24″-Fan bin und bla bla bla: Ein Witz am Rande übrigens: Ich musste wirklich hell auflachen, als der Held (der Held, der Held, der Heldheldheld!) bei „Lost“ sich doch tatsächlich mit dem Namen „Jack“ vorstellte – wenn das nicht witzig ist, dann weiß ich auch nicht mehr!) … Jedenfalls werde ich mir das jetzt wohl ansehen müssen und damit zurück zu den bestmöglichen Umständen.

Ich war auf einer kleinen Feier und es war noch recht früh und ich sah „Lost“ – und ein Bild sagt mehr als tausend Worte:

bestmögliche Umstände

Da saß ich dann auf diesem Stuhl und starrte in diesen Schrank auf dieser Feier. Alleine natürlich.

meine Aussicht

Es konnte keine bessere Situation geben. Und um der ganzen Sache noch die Krone aufzusetzen konnte ich doch tatsächlich allen Menschen, die das Zimmer betraten und mich allein auf einem einsamen Stuhl in diesen Schrank starren sahen und selbstverständlich sofort fragten, was ich denn täte, entgegnen: „Ich sehe fern!“ – „Sozialautismus galore“ würde jemand ganz bestimmtes das nennen, der maßgeblich für diese Situation mitverantwortlich war.

Um das Ganze dann aber doch etwas sozialverträglicher zu gestalten, mag an dieser Stelle noch erwähnt sein, dass wir wenig später alle im Halbkreis um den Schrank saßen. Es war ein wenig albern, aber für eine gewisse Zeit dann auch sehr schön.

Ente (Ich überlege, ob ich das „Alles-Speil“ abbreche und ein neues starte. Ich hätte da auch schon eins im Kopf …)


2 Kommentare bis jetzt
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Ich fühle mich durchaus von der Tatsache geehrt, dass ich so idiosynkratisch zu reden scheine, dass man mich mithilfe eines vermuteten Zitats treffsicher charakterisieren kann (das Fremdwort „Idiosynkrasie“ habe ich übrigens bei einer Autofahrt in einem löchrigen Peogeut 206 von Prag nach Berlin aufgeschnappt als es ein mitfahrender Schriftstellerstudent dieser Schreibschule da in Hildesheim an den Fahrer, seines Zeichens Wiener Theaterregisseur, richtete. Dies wiederholt und in obiger Bedeutung, keine Ahnung ob das überhaupt geht. (Ich wurde übrigens von beiden ignoriert, nachdem ich zugab bereits 14 Semester (oder so) studiert zu haben. Man sah in mir – und gab sich auch keinerlei Mühe damit hinter dem Berg zu halten – einen Sozialschlawiner. Vielleicht trifft das zu, darüber kann und möchte ich mir kein Urteil erlauben, glaube aber doch zu meiner Verteidigung vorbringen zu dürfen, dass ich durchaus Dinge getan habe, die vollkommen uneigennützig waren. (Passend dazu kam mir gerade die Idee, dass ich meine Tätigkeit als Blogger ab sofort ausschließlich in die Kommentare dieses Blogs hieneinverlegen könnte. Ob das ein rein parasitäres oder doch eher ein symbiotisches Verhältnis wäre, das ka(ö)nn(en) allein die Blogwärterin(nen) entscheiden.))).

Kommentar von falk

Unter Umständen ka(ö)nn(en) die Blogwärterin(nen) Dir auch eine Gastautorschaft anbieten …

Kommentar von anne




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