Fernmuendliches


Jetzt Rauchmelder kaufen!
16 Mai, 2008, 10:50
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Ein Jahr hat bekanntlich 365 Tage. Meistens jedenfalls. Und so langsam hat wohl jeder Tag seine Bestimmung gefunden. Der 01. Dezember ist der Weltaidstag, am 01. Juni und am 20. September ist Kindertag und der 23. April ist der Welttag des Buches und des Urheberrechts - lustigerweise fällt auf den selben Tag auch der Tag des deutschen Bieres (was soll das jetzt schon wieder bedeuten?).

Die Liste ist endlos, man kennt sie. Was ich bislang aber noch nicht kannte, ist der Tag des Rauchmelders. Den begehen wir feierlich am 13. Juni. Und weil wir in einem netten Haus leben, zahlen wir, wenn wir uns an diesem Tag ein Rauchmelder von einem ausgewiesenen Feuerwehrmann installieren lassen, nur 15€ anstatt 24,90€ in den ersten zwei Jahren nach Montage. Lieferung und Installation sind kostenlos.

Wir fragen uns jetzt natürlich, wie so ein Rauchmelder überhaupt funktioniert und auf welchen Rauch er reagiert. Reagiert er nämlich auf jede Art von Rauch, dann hätte er bei uns eine Menge zu melden. Darauf haben wir eigentlich keine Lust. Aber da die beigelegte Werbung zum Informationsschreiben über den Tag des Rauchmelders uns so sehr überzeugt, werden wir trotzdem noch einmal drüber nachdenken …

Rauchmelder jetzt kaufen!

kajol.srk

Lotte, nun aber mal! - RRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRU -



Belgrade 2008 - Eurovision Song Contest
16 Mai, 2008, 10:02
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Wenn nur DJ Bobo im letzten Jahr nicht so früh rausgeflogen wäre, ich bin sicher, er hätte den Sieg nach Hause getragen. In Wirklichkeit ist er nämlich ganz und gar Visionär und hat mit seinem Beitrag fürs letzte Jahr schon gewusst, was in diesem gefragt ist. Das Vereinigte Königreich, bisweilen eher mäßig erfolgreich dabei, imitiert Bobos Stimme, Weißrussland kopiert dreist die bekannten Akkordfolgen (Ich besitze zwei Alben von DJ Bobo!) und Bulgariens DJ, Take Me Away kann nur als Appell an den wahren Meister des Dancefloor verstanden werden. (Zu hören gibt es kurze Schnipsel bereits hier.)

Jedenfalls werde ich am 24. Mai wieder gebannt auf den Fernseher starren, mitfiebern und – vor allem – nach meinem eigenen Votingsystem mitwählen. Dazu braucht man zunächst eine Liste mit allen Teilnehmern. Jedem Act ordnet man die Endposition zu, die man erwartet (ihm aber nicht unbedingt wünscht). Anschließend trägt man in einer daneben angelegten Spalte die tatsächlichen Positionen ein. Jetzt bildet man aus tatsächlicher und geratener Position jeweils subtrahierend den Betrag, aus allen Beträgen dann schließlich die Endsumme. Diese Prozedur muss sich natürlich bei allen anwesenden Mitguckern ebenso vollziehen, sodass man letztlich schauen kann, wer die kleinste Summe hat und somit den Geschmack (akustisch sowie visuell) der Länder und auch die politischen Haltungen zwischen den Ländern am besten voraussehen konnte.

Speile.



Die chemische Industrie
13 Mai, 2008, 5:53
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In sechszehn Stunden halte ich ein Referat. Ich bin fast fertig:

two volumes of hydrogen combine with one volume of oxygen to give two volumes of water vapor. let the unit of water be represented by (komisches zeichen, dass ich nicht kenne), of hydrogen by (komisches zeichen mit einer kleinen eins), of oxygen by (komisches zeichen mit einer kleinen zwei). then 2 (komisches zeichen) = 2 (komisches zeichen mit einer kleinen eins) + (komisches zeichen mit einer kleinen zwei). now (komisches zeichen mit einer kleinen eins) = alpha by definition. let (komisches zeichen) = alpha (hochgestelltes m) teta (hochgestelltes m und einer kleinen eins) and (komisches zeichen mit einer kleinen zwei) = alpha (hochgestelltes n) teta (hochgestelltes n mit einer kleinen eins) where alpha and teta are prime factors and m, m (mit einer kleinen eins), n, n (mit einer kleinen eins) are integers. the equation now reads: 2 alpha (hochgestelltes m) teta (hochgestelltes m mit einer kleinen eins) = 2 alpha + alpha (hochgestelltes n) teta (hochgestelltes n mit einer kleinen eins) and hence by the peculiar algebra of the “calculus” (alpha (hochgestelltes m) teta (hochgestelltes m mit einer kleinen eins)² = alpha² alpha (hochgestelltes n) teta (hochgestelltes n mit einer kleinen eins). equating indices: 2m = 2 + n and 2m (mit einer kleinen eins) = n (mit einer kleinen eins).

Habe ich schonmal erwähnt, dass ich Germanistik und Geschichte studiere?

Bollywood.

Obacht, Lotte: NA -



Gut zu wissen, aber nicht beruhigend
7 Mai, 2008, 4:23
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Wenn nicht mal die Etikettierung stimmt, worauf kann man sich dann noch verlassen?

Zott

RTL II



Danke, Gisele!

Noch ein Wort zum Abend und damit zu Germany’s-Next-Topmodel-Gisele. Man kann dieser Frau ja wirklich viel vorwerfen, nicht aber, dass sie keinen Unterhaltungswert hätte. Für mich persönlich hat sie aber noch etwas anderes geschafft, was mir bisher wirklich gefehlt hat, und für das ich ihr unendlich dankbar bin.

Es war bislang immer schwer zu erklären (oder auch zum Ausdruck zu bringen), wenn ich mal wieder - völlig unbegründeterweise natürlich - misslaunig war und am liebsten keinen Menschen auf der ganzen Welt sehen und erst recht nicht hören mochte. Wenn ich grundlos traurig oder ärgerlich war. Sowas passiert mir nämlich, es passiert auch einigermaßen konstant und regelmäßig und ich hatte bislang keine Worte, um es zu beschreiben oder gar zu erklären. Nun hat Gisele - schon vor einiger Zeit - diesem Zustand in der (gerade wegen ihr durchaus interessanten) Sendung “Germnay’s Next Topmodel” nicht nur Worte gegeben, sondern auch ein Bild.

Ein Bild, das sogar gleich alles besser macht. Denn seit Gisele ist es endlich möglich, auch diese Phasen einmal komplett durchzuironisieren und sie damit auch gleich besser zu machen. Deshalb sage ich ganz ehrlich “Danke, Gisele” und sage mir selbst nach drei Tagen des Unmuts …

… und LACHE!

Sharingan.

Hallo Lotte: - KI -



Lustige Länder: Nauru, Tuvalu und natürlich der Vatikan
5 Mai, 2008, 4:46
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Eine der schönen Seiten an fortdauernder Prokrastination ist ja, dass man ständig neue Dinge entdeckt. Man kümmert sich zwar nicht um die Sachen, um die man sich kümmern sollte, aber man ist ja nicht untätig. Die meiste Zeit prokrastiniert man wohl im Internet (Charlotte: “Was tun Si?” - Anne: “Internet” (oder andersrum)). Das Internet ist eine ganz famose Einrichtung zu Zwecken der Prokrastination, gerade weil man nicht gezwungen ist, sich einer bestimmten Sache zu widmen, sondern weil die Dinge einem ganz natürlichweise über den Weg laufen. Wenn man Internet “macht”, dann weiß man nicht, was man will, sondern nur, dass man gerade nichts anderes will, vor allem nicht das, was man wollen sollte oder sogar müsste.

Internet heißt aber gerade nicht Nichtstun. Denn irgendwie landet man immer an irgendeinem Punkt, an dem man beim Thema bleibt. Die Wahllosigkeit und Überraschung, die diese Form der Themenfindung bietet, ist für mich bis heute die schönste Sache beim Internet “machen”. Deshalb mache ich es ja so häufig. In den letzten drei Tagen machte ich fast nichts anderes als Internet.

Letzte Nacht habe ich mich mit Ländern beschäftigt. Ich weiß natürlich nicht, warum und wie ich darauf kam. Aber das ist auch nicht wichtig beim Internet-machen. Angefangen hat die Geschichte wohl mit der Feststellung, dass die Schweiz de jure überhaupt keine Hauptstadt hat. Das hat mich gewundert, aber gut. Und dann ging es weiter und irgendwann war es mein erklärtes Ziel, das lustigste Land der Welt zu finden. Ich muss gestehen, ich habe sie noch nicht alle durch, aber dennoch bin ich einigermaßen sicher, dass meine Suche erfolgreich war. Ich habe meine Top 3!

Auf Platz drei schafft es Nauru. Nauru fällt zunächst einmal dadurch auf, dass es überhaupt nicht auffällt. Es ist 21,30km² groß und damit der kleinste Flächenstaat der Welt. Außerdem gibt es auf Nauru so wenig, dass Politikwissenschaftler sogar schon Naurus Souveränität anzweifeln (alles wichtige regelt Australien). Nauru hatte bis vor wenigen Jahren das höchste Pro-Kopf-Einkommen der Welt, weil es auf Nauru sehr viel Phosphat gab. Man musste auf Nauru auch keine Steuern oder andere Gebühren zahlen und die medizinische Versorgung war kostenlos. Deshalb waren die Bewohner Naurus frei von Sorge und hatten keinen geregelten Tagesablauf. Idyllisch. Jetzt ist alles ein wenig anders und 80% der männlichen Bevölkerung sind fettleibig. Dass Nauru auch den prozentual höchsten Anteil an Diabetikern weltweit hat, muss man da kaum noch erwähnen. Übrigens hat auch Nauru de jure keine Hauptstadt, dafür aber eine Arbeitslosenquote von 90%.

Platz zwei der witzigsten Länder der Welt gebührt ohne Zweifel dem Vatikan. Hier sind sieben Gründe:

1: Der Staat Vatikanstadt überlässt alle seine diplomatischen Beziehungen dem Heiligen Stuhl (dem Papst, der ein eigenes Völkerrechtssubjekt ist)

2: das vatikanische Gefängnis bietet nur Platz für zwei Personen und wird derzeit als Lagerraum verwendet. Es wurde in seiner Geschichte erst vier mal benutzt und das obwohl:

3: der Vatikan die höchste Kriminalitätsrate der Welt hat, wenn man die Anzahl der Delikte in Relation zur Einwohnerzahl setzt. 90% der Vorfälle bleiben unbestraft, weil die Täter nach Italien fliehen …

4: Die Geldautomaten im Vatikan haben eine lateinische Anzeige

5: der Vatikan besitzt eine eigene Fußballnationalmannschaft und eine eigene Liga, aber weil er zu klein für einen adäquaten Fußballplatz ist, darf er nicht Mitglied der FIFA sein. Und in der Liga spielen auch immer nur fünf gegen fünf …

6: Geld verdienen tut der Vatikan (abgesehen von den Einnahmen aus Immobilien) durch seine Geschäfte. Da wären das Bekleidungsgeschäft, der Supermarkt, die Apotheke UND: die VatikanTANKSTELLE (ich denke, die ist für das Papamobil …)

7: Der Vatikan hat einen eigenen Bahnhof und 200 Meter eigene Schienen

Das lustigste Land der Welt ist in meinen Augen allerdings Tuvalu. Internationale Berühmtheit hat Tuvalu wohl nur mal erlangt, weil es vor einigen Jahren seine Top-Level-Domain .tv für 50 Millionen Dollar an DotTV verkauft hat. Von dem Geld hat Tuvalu dann die Aufnahmegebühr für die Vereinten Nationen bezahlt. Hier nun meine Gründe, weshalb Tuvalu allein der erste Platz gebührt:

1: Tuvalus Hauptexportgüter sind getrocknetes Kokosnussfleisch und: BRIEFMARKEN

2: seit 2002 verfügt Tuvalu über 8km asphaltierte Straßen

3: die Hauptstadt Tuvalus ist Funafuti. Funafuti ist keine Stadt, sondern ein ATOLL. Auf diesem Atoll gibt es neun Städte mit einer Einwohnerzahl zwischen 1024 und 22 Einwohnern

4: das tuvaluische Parlament hat 15 Sitze

5: “Tuvalu” bedeutet “acht zusammengehörend”. Der Staat Tuvalu besteht allerdings aus neun Inseln - deshalb gibt es auch Bestrebungen Tuvalu in “Tuiva” (iva = neun) umzubenennen. Bisher war das aber wohl noch nichts …

6: da Tuvalu an seinem höchsten Punkt nur fünf Meter über dem Meeresspiegel liegt, wird es wohl im 21. Jahrhundert aufgrund der globalen Erwärmung verschwinden. Die Regierung Tuvalus hat mit dieser Begründung bereits versucht, Asyl für seine Bewohner in Australien und Neuseeland zu beantragen - ohne Erfolg

7: ein weiterer Vorschlag seitens des aus Tuvalu stammenden Wissenschaftlers Don Kennedy war es, alle Bewohner Tuvalus auf die Fidschi-Insel Kioa umzusiedeln. Die Kosten dafür tragen selbstverständlich die Industrienationen als Verursacher der Erwärmung.

Armes, lustiges Tuvalu!

Kakashi.

Und für Lotte: - MA -



Adäquate Staubsauger und grinsende Gesichter im Klo
4 Mai, 2008, 1:18
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Charlotte und ich hatten schon länger ein Problem. Wir haben zwar einen Staubsauger, aber erstens: bricht man sich jedes Mal fast den Rücken, wenn man mit ihm saugen will, weil sich das Teleskoprohr nicht mehr ausfahren lässt (beziehungsweise sich ständig von selbst wieder einfährt) und das Rohr deshalb nur gefühlte zehn Zentimeter lang ist und man beim Saugen also direkt über dem Boden kriechen muss und zweitens: saugt er nicht. Man kann machen, was man will - die Beutel wechseln, das Rohr freipusten, den Schlauch spülen - er saugt einfach nicht. Ich weiß nicht, warum er nicht saugt, aber er tut es einfach nicht. Jedenfalls nicht überzeugend (adäquat).

EXKURS: Ich sage ja gerne “das ist adäquat” oder “das wäre adäquat”. Neulich fiel mir auf, dass ich im Gegensatz zu diesem Adjektiv “adäquat” das Substantiv “Adäquanz” so gut wie nie verwende. Das hat mich gewundert und ich bin dabei, es zu ändern, indem ich adäquat-Sätze jetzt häufig zu Adäquanz-Sätzen substantiviere. Im Zuge dessen machte ich auch Bekanntschaft mit der Adäquanztheorie, die mir die beste Theorie der Welt zu sein scheint (schon allein dem Namen nach).

Die Adäquanztheorie wirkt nämlich als Korrektiv zur Äquivalenztheorie. Wenn ich Charlotte mal wieder erschrecken gehe und sie daraufhin tot umfällt, dann ist das schädigende Ereignis - mein Erschrecken - kausal für den Erfolg - Charlottes Tod (ich liebe Juristensprache): Das ist dann die Äquivalenz. Bei der Adäquanz hingegen wird untersucht, ob ich überhaupt vorhersehen konnte, dass Charlotte sterben wird, wenn ich sie erschrecke. Konnte ich das nicht, bin ich unschuldig.

Alledings wird die Adäquanztheorie an deutschen Gerichten wohl nicht mehr als vollständig adäquat empfunden, deshalb hat auch sie ein Korrektiv: den Schutzzweck der Norm. Und außerdem wird sie zunehmend von der objektiven Zurechnung verdrängt (im Strafrecht zumindest). Aber das erkläre ich ein anderes Mal. Oder die Frau Juristin (Charlotte). :EXKURS ENDE

Als ich jedenfalls letzte Woche bei Edeka war, gab es bei Edeka Staubsauger. Charlotte war nicht da und ich habe überlegt, ob ich Charlotte nicht mit einem neuen Staubsauger überraschen soll, aber ich hatte dann keine Lust denselben nach Hause zu tragen. Also habe ich es gelassen. Nun hatten wir aber vor wenigen Tagen erneut das Problem der Inadäquanz des Saugvermögens unseres Staubaugers (so etwas tritt ja leider immer wieder auf, weil man unglücklicherweise immer wieder saugen muss). Ich sprach mit Charlotte über den Edeka-Staubsauger und wir beschlossen, bei unserem nächsten Besuch einen solchen zu erwerben.

Gestern Nacht nun, um genau 01:27:36 Uhr ergab sich folgendes Gespräch (über Skype, wir sprechen ja nicht persönlich miteinander):
[03.05.2008 01:27:36] Charlotte: kaufen wir morgen den staubsauger bei edeka?
[03.05.2008 01:27:51] Anne: wenns ihn noch gibt …
[03.05.2008 01:27:54] Charlotte: ja
[03.05.2008 01:28:00] Anne: ja?
[03.05.2008 01:28:05] Anne: na dann ur
[03.05.2008 01:28:10] Anne: wenn er geil ist
[03.05.2008 01:28:11] Charlotte: heute gab es noch einige!
[03.05.2008 01:28:23] Charlotte: ich denke, der ist geil
[03.05.2008 01:28:34] Anne: welche farbe hat er?
[03.05.2008 01:28:39] Charlotte: oder ich frag morgen kurz mutter, wieviel watt ein geiler hat
[03.05.2008 01:28:41] Charlotte: er ist rot
[03.05.2008 01:28:50] Anne: immer rot
[03.05.2008 01:28:58] Charlotte: der bei e hat 1600w, deiner hat 2
[03.05.2008 01:29:10] Charlotte: sah zumindest auf der packung so aus
[03.05.2008 01:29:25] Anne: ja, meiner hat höchstens 2 watt
[03.05.2008 01:29:39] Charlotte: vielleicht auch 1
[03.05.2008 01:29:45] Anne: ja
[03.05.2008 01:29:52] Anne: 1600 ist schon wenig
[03.05.2008 01:29:59] Anne: ich hätte gern 2600
[03.05.2008 01:30:05] Charlotte: er hat soviel watt, wie ein wodka im flax kostet
[03.05.2008 01:30:06] Charlotte: 1
[03.05.2008 01:30:20] Anne: (anne kichert)
[03.05.2008 01:30:47] Anne: glaubst du, mit 1600 kann der irgendwas wegsaugen?
[03.05.2008 01:30:58] Anne: wenn meiner 2000 hat???
[03.05.2008 01:30:59] Charlotte: ja
[03.05.2008 01:31:03] Charlotte: ich guck grad
[03.05.2008 01:31:08] Charlotte: und 1600 ist normal
[03.05.2008 01:31:27] Anne: dann ist meiner überdurchschnittlich saugkräftig??????????????????
[03.05.2008 01:31:50] Charlotte: nein mann, deiner hat 2!
[03.05.2008 01:32:00] Charlotte: nicht 2000!
[03.05.2008 01:32:16] Anne: nee, jetzt mal im ernst …
[03.05.2008 01:32:40] Charlotte: im ernst…
[03.05.2008 01:32:42] Charlotte: ich gucke
[03.05.2008 01:32:55] Anne: ich hätte gern einen in creme-grau

(Mein Staubsauger hatte übrigens mal 1400 Watt, aber das muss lange her sein …) Das Ende vom Lied war jdenfalls, dass wir beide guckten. Bei Staubsaugern gibt es in meinen Augen drei Dinge zu beachten:

Erstens: Wie sieht er aus?

Zweitens: Wieviel Watt hat er?

Drittens: Was kann er außerdem?

Nun, vor einiger Zeit sind Charlotte und ich schon einmal über eine Werbung für einen beutellosen Staubsauger gestolpert. Wir haben uns gefragt, was der Staubsauger denn nun mit dem ganzen Dreck machen würde, wenn nicht in einen Beutel saugen. Wir waren schon ganz euphorisch, denn wir stellten uns vor, dass wir fortan - wenn wir denn nur im Besitz eines solchen Geräts wären - all unseren Müll durch einfaches Wegsaugen entsorgen könnten. Und er wäre nimmermehr gesehen … Leider stellte sich heraus, dass auch Staubsauger dieser Generation Müll nicht einfach verschwinden lassen können. Man muss da irgendso einen Plastikbehälter ausleeren, was natürlich lange nicht so gut ist, aber … Einen Vorteil haben diese Geräte dann doch: sie sehen einfach unglaublich geil aus. Sie sehen aus, wie man sich die Zukunft vorstellt. Also war gestern Nacht auch schnell klar: Wir brauchen einen beutellosen Staubsauger (siehe “erstens”).

Die Wattzahl (”zweitens”) war so eine Sache. Da das zu ersetzende Gerät 1400 Watt hat, war klar, dass es mehr sein müssen. Wieviel mehr ist leider eine Preisfrage. Wie oben schon erwähnt: Ich hätte gerne 2600 Watt, aber das war nicht zu bezahlen. Ebenso wie mein Favorit in der Kategorie: “Was kann er außerdem?” (”drittens”). Das wäre nämlich dieser hier. Ehrlich gesagt, ist dieser Staubsauger mein Favorit unter allen Staubsaugern und wenn ich das nächste Mal 1000€ übrig habe, wird er angeschafft. Punkt.

Für den Moment muss uns ein anderes Modell reichen. Welches soll hier noch nicht verraten werden. Nur, dass es gestern gegen halb drei nach ausführlichen Recherechen bestellt wurde und nun hoffentlich bald bei uns ist. Den Edeka-Sauger haben wir verworfen. Er ging auch mit Beuteln. Und zu unserem Glück gab es ihn heute auch gar nicht mehr. Das macht die nächtlich Aktion noch um einiges besser.

Heute waren wir einkaufen und ich habe etwas Großartiges gekauft. Es handelt sich - man halte sich fest - um den “ratz fatz WC (und jetzt kommt’s) Duft-Pucki”!

Pucki im Einsatz

Schon allein die Vorstellung, ein grinsendes Gesicht im Klo zu haben, erschien mir so schrecklich, dass ich den Pucki haben musste!!!

Naruto.

Und nochmal an Lotte: - ZU -



… und zurück: Vom Koller zu(m) Kuller(augen)!

Also nun … Der zweite Teil der Darstellung. Wie schon beschrieben, glaube ich ja, dass sich das Wort “Kulleraugen” vom (Pferde)Koller ableitet, da die Pferde bestimmt große Augen bekommen, wenn sie einen Koller haben. Nun können auch Menschen einen haben, einen Koller - und dementsprechend große Augen bekommen! Die besten Beispiele dafür - zumindest die beste Visualisierung - findet man recht weit östlich von uns, nämlich in Japan. Dort gibt es Mangas und Animes. Dort haben alle Kulleraugen (zumindest werden alle so gezeichnet, von der Realität wollen wir hier mal nicht sprechen) und so ist es auch kein Wunder, dass es Websites gibt, die kulleraugen.de heißen und “die große Manga und Anime Community” sind. Oder sich selbst so nennen. In Animes und Mangas hat man wohl ganz einfach Kulleraugen.

Ich habe natürlich auch einen Lieblingsanime. Und weil ich wieder zu neugierig war auch einen Lieblingsmanga (ich meine: hallo? Die armen Anime-Gucker wissen bis heute nicht, woher Kakashi sein Sharingan hat! Obwohl ich jetzt natürlich über die Herkunft des Mangekyo-Sharingan rätseln muss, aber das müssen die genauso! - ebenso wie man seit letzer Woche über das Gut-oder-böse-sein von Itachi rätseln muss. Und wer ist überhaupt Pein???) … mein Lieblings… ist jedenfalls “Naruto“. Zugegebenermaßen ist Naruto auch der einzige Manga/Anime, den ich lese/gucke, aber das soll hier nicht viel zur Sache tun.

Wenn man Animes guckt, dann muss einem zwangsläufig auffallen, dass sich die Kulleraugentendenz der Protagonisten, in dem Moment, in dem sie einem Koller bekommen, mindestens verhundertfacht und von einer Tendenz zu einer ausgewachsenen Kulleraugenübertreibung wird. Kulleraugen ist gar kein Ausdruck mehr. Das kann man auch bei Naruto sehen:

Daraus ließe sich jetzt einiges schlussfolgern. Die Kulleraugen kommen vom Koller, den nicht nur Pferde, sondern auch Menschen bekommen können (über den wütenden sprechen wir hier). Logischerweise bekommt man dann auch als Mensch Kulleraugen, wenn mal einen Koller hat. Siehe Naruto. Und da soll noch einer sagen, die These sei weit her geholt …

Ich mag bei Naruto übrigens nicht nur die Kulleraugen, sondern vor allem die Art, wie man dort läuft - hier macht Sasuke das mal vor und bekommt am Anfang wohl auch einen kleinen Koller mit kleinen Kulleraugen (eigentlich sind nur die ersten 30 Sekunden wichtig):

… Es soll ja auch Menschen geben, die immer so laufen …

Ich werde versuchen, mir bis zum nächsten Eintrag eine Theorie über den Zusammenhang von Kulleruagen und dem Laufen mit nach hinten gestreckten Armen zu überlegen. Noch sehe ich da nämlich keinen Zusammenhang, aber das kann eigentlich nicht sein. Ich bin mir sicher, es gibt einen. Es muss, es muss, es muss!!!

Japan.

Und noch was (an Lotte): U -



Von Kuller(augen) zum Koller …
29 April, 2008, 9:24
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Gerade habe ich eine großartige Entdeckung gemacht. Beim Gebrauch des Wortes “Kulleraugen” wunderten wir uns über die Herkunft dieses Wortes. Das Googlen nach “Kuller” führte uns zur folgender Quelle: “Oeconomische Encyclopädie, oder allgemeines System der Staats-, Stadt-, Haus-, und Landwirthschaft in alphabetischer Ordnung von D. Johann Georg Krünitz”.

Über die Herkunft des “Kuller-” bei den “Kulleraugen” kann ich nach wie vor nur Mutmaßungen anstellen, aber dazu vielleicht noch gegen Ende dieses Beitrages etwas. Zunächst einmal etwas zum Koller. Denn dorthin wird man verwiesen, gibt man bei dieser Enzyklopädie das Wort “Kuller” ein.

Der Koller ist “die Beraubung der Sinne bey den Thieren, besonders bey den Pferden. Daher kollerig, den Koller habend. Ein kolleriges Pferd.”

Doch Herr Krünitz weiß noch mehr: “Unter dem Koller versteht man eine gewisse Verletzung der Sinne bey dem Thiere, die sich bald auf diese, bald auf jene Art äussert. Man theilt ihn gemeiniglich in den stillen und in den wüthenden Koller ein. Der so genannte Sonnen=Koller scheint keine besondere Art auszumachen.”

Mich hat der stille Koller ja eigentlich mehr begeistert, denn “Bey dem stillen, dummen oder tauben Koller, sind die Thiere ganz dumm und unempfindlich. Wenn sie eben davon befallen sind, stehen sie wo und wie man sie hinstellt. Man kann einem kollerigen Pferde die Füße kreutzweise über einander stellen, ohne daß es sie wieder in die ordentliche Lage bringt; und da ein Pferd sonst nicht leidet, daß man ihm die Ohren inwendig viel berührt, so kann man einem kollerigen Pferde hingegen den Finger ganz tief in das Ohr stecken, ohne daß es sich dabey rührt.”

Bemerkenswert fand ich allerdings auch eine Beobachtung zum wütenden Koller (man sollte sich an dieser Stelle erneut vergegenwärtigen, dass es hier um Tiere, besonders aber um Pferde geht). Hat das Pferd nämlich einen wütenden Koller, wütet es natürlich, rast und: “es klettert an den Wänden in die Höhe”.

Der Eintrag zum Koller ist sehr lang, ich kann ihn allerdings nur wärmstens empfehlen. Wie überhaupt die gesamte Enzyklopädie.

Und ich denke, Kulleraugen heißen Kulleraugen, weil die Pferde, wenn sie einen Koller haben, bestimmt auch immer hervortretende Augen bekommen (zumindest beim wütenden Koller) - dann werden die Augen ganz groß. Nicht erklären kann ich mir allerdings, warum die Kulleraugen dann irgendwie so eine niedliche Konnotation haben …

Griechenland.



Zwei Anmerkungen von X

Pech im Web 2.0

Mitmachen ist ja seit geraumer Zeit alles im „neuen Internet“, dem Web 2.0, Selbstironie entgegen ewiger Proklamationen der „Egomanengesellschaft“ dabei durchaus konstitutiv. Das zeigt zum Beispiel die französische Seite videmerde.fr. Hier kann man seine alltäglichen Missgeschicke, kleine Peinlichkeiten und die ganz großen Malheurs, die das Leben so mit sich bringt, der geneigten Popkultur zugänglich machen. Die Feststellung des geteilten Schicksals, dass auch andere mit den linken Fuß zuerst aufstehen und man wenigstens noch unter die Top-Pechvögel gewählt werden kann, lässt das „Scheißleben“ irgendwie erträglicher erscheinen.

Gute Entdemokratisierung

Das Internet wurde in jüngster Zeit von Video-Streaming-Portalen überschwemmt. Der überforderte Prosumer findet kaum mehr die Plattform, die seinen Wünschen entspricht. Dabei ist er selbst Schuld an der Angebotsflut, schließlich hat er redlich Gebrauch gemacht vom Upload-Speed und den „demokratisierten Produktionswerkzeugen“. Während der Platzhirsch youtube.com diesen Trend fördert und allerlei inhaltsleeren Clip-Ballast auf den Bildschirm bringt, bietet das kürzlich gestartete Pitchfork.tv ruckelfreie, fachkompetente Musikdokumentationen, Interviews, Konzerte und Musikclips für das Indie-Publikum mit Anspruch: Qualität durch Selektion.

Icarus.